
Profil
Sebastian Junge steht als politischer Koch für eine Küche, die auch an morgen denkt und Klima, Boden, Mensch und Umwelt schützt und dadurch kompromisslos nach Freude schmeckt.
Kulinarik mit Haltung
Ich bin Koch, aber ich verstehe meinen Beruf als weit mehr als das Zubereiten von Speisen. Für mich ist Kochen eine Haltung: ein Statement für eine gerechtere, umweltbewusste und ehrliche Art zu essen und zu leben. Über sieben Jahre lang habe ich diese Haltung im Hamburger Bio-Restaurant »Wolfs Junge« gelebt, als Küchenchef und Inhaber eines der konsequentesten nachhaltigen Restaurants Deutschlands. Heute engagiere ich mich als Referent, Berater, Autor und Aktivist für eine Ernährungswende, die den Namen auch verdient, fundiert durch jahrelange Praxis am Herd, am Gast und in der Debatte. Als Autor schreibe ich über nachhaltige Ernährung, Genusskultur und die politische Dimension des Essens, in Artikeln, Kolumnen und Beiträgen für Fachmedien und eine breite Öffentlichkeit. Als Co Autor habe ich am erfolgreichen Standardwerk „Küchenhandbuch Huhn“ mitgewirkt unter anderem ausgezeichnet mit dem deutschen Kochbuchpreis. Außerdem habe ich in zahlreichen Werken als Ghostwriter mitgewirkt.
Werdegang
Meine Ausbildung zum Koch absolvierte ich im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg – parallel dazu gründete ich die Feinkost-Manufaktur »Feinkost-Schmiede Junge & Junge«. Es folgten verschiedene Positionen in Hamburgs Szenegastronomie, ein Jahr Praxiserfahrung in Australiens Top-Gastronomien, eine Anstellung in der Gutsküche auf dem Bio-Gut Wulksfelde sowie diverse Praktika auf Demeter-Höfen, in Bio-Bäckereien und bei Demeter-Metzgereien. Vor meinem eigenen Restaurant war ich Küchenchef im Restaurant »Kleines Jacob« im Hotel Louis C. Jacob.
Seit Oktober 2025: Student an der Leuphana Universität Lüneburg
Seit Oktober 2025 widme ich mich einem Studium der Politikwissenschaften und Philosophie und nähere mich den Themen Agrar- und Ernährungspolitik, sowie Gesellschaft und (politische) Kultur akademisch.
Wolfs Junge – Bio-Restaurant mit nachhaltiger Idee
»Land & handgemacht« hieß es von Beginn an in meinem Bio Restaurant das war mehr als ein Slogan, es war unser Betriebsprinzip. Im Wolfs Junge stammten alle Speisen aus eigener Herstellung und zu 100 Prozent aus zertifizierten Bio-Produkten, die wir überwiegend direkt von Höfen aus dem Norden bezogen. Eigene Herstellung von Schinken, Würsten und Käse, Sauerteigbrote aus eigener Hand, zahlreiche Fermente, Nose2Tail und vollständige Rückverfolgbarkeit: Wir wussten immer, wer welches Produkt anbaute und dafür verantwortlich war. Der direkte Austausch mit den Höfen und ein symbiotisches Arbeiten stand für uns im Vordergrund. Damit rissen wir eine der Grundfesten moderner Gastronomie wieder ein und gaben uns ganz in die Hände der jweiligen Saison. Diese Nachverfolgbarkeit war für uns kein Marketinginstrument, sondern elementarer Bestandteil unserer kulinarischen Identität und der nötigen Transparenz. Das Wolfs Junge setzte damit neue, wegweisende Standards für nachhaltige Gastronomie in Hamburg, vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem Grünen Michelin Stern und der Zertifizierung nach Bioland Gold.
Food-Aktivismus und politisches Engagement
Gutes Essen und Konsum im Allgemeinen ist für mich immer auch eine politische Frage. Deshalb engagiere ich mich seit Jahren über den Restaurantalltag hinaus für eine echte Ernährungs- und Agrarwende: als Mitglied der Bio-Spitzenköche Deutschland und der Slow Food Chefs Alliance, als langjähriger Food Aktivist beteilige ich mich stets und hörbar am Diskurs und bin regelmäßig Referent oder Teilnehmer auf Podiumsdiskussionen wie zum Beispiel im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat oder dem Szene Hamburg Nachhaltigkeitsfestival. Mein Ziel: Aufklärung, Haltung und praktikable Lösungen, statt lauwarmer Symbolpolitik.



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